Technische Universität beklagt klimaschädlichen Neubau
Das Mathematik-Gebäude der TU in Charlottenburg soll neu gebaut werden. Aber dagegen läuft die Universität Sturm. Der Grund: Lüfter in der Fassade. Von Robert Ide
Erst mal abkühlen müssen sich die Gemüter an der Technischen Universität. Hier wurde am Mittwoch im Akademischen Senat erneut der Neubau für die Mathematik heiß diskutiert, den die Stadt Berlin vorantreibt. Für eine „energetische Dreckschleuder“ hält ihn die Universitätsleitung – für die aufwändige Fassade müssten hunderte kleine Lüfter eingebaut werden, die das Klima schädigen würden. Die Uni hat nach Checkpoint-Informationen mehrmals bei der Stadtentwicklungsverwaltung interveniert, bisher vergeblich. Viel Zeit zum klimafreundlichen Umgestalten bleibt nicht mehr. Schon jetzt ist das Fundament an der Fasanenstraße ausgehoben, bis 2024 sollen hier etwa 100 Millionen Euro verbuddelt sein. Vielleicht sollte das Konzept vorher noch mal durchlüftet werden.