Verwaltung veröffentlicht Verkehrsprognose für 2035 – mit fragwürdigen Zahlen
Geräuschlos hat die Verkehrsverwaltung eine Verkehrsprognose fürs Jahr 2035 online gestellt. Kernaussagen: Deutlich mehr Fahrgäste in Bahnen aller Art, Stagnation beim Radverkehr und Rückgang des Pkw-Anteils von 27 auf 24 Prozent. Wobei der Begriff „Rückgang“ nur dadurch möglich wird, dass auch der Umlandverkehr berücksichtigt wird und als Referenzjahr 2019 angesetzt wurde. Denn die Berliner absolvierten laut einer großen repräsentativen Befragung schon 2023 nur noch 22 Prozent ihrer Wege mit dem Auto (2018 waren es noch 26 und 2013 sogar 30%), innerhalb der Stadt sogar nur 20 Prozent (2013: 28%; 2018: 24%). Zum Vergleich, Stichwort „Ambitionen“: Die zweitgrößte deutschsprachige Stadt, Wien, kommt von mehr als 40 Prozent Autoanteil in den 1990ern, ist jetzt bei 25 und will bis 2030 runter auf 15 Prozent.