Neue Zentralabteilung wird zuständig: Justizsenatorin entmachtet Gegenspielerin
Was ihre Vorgänger nicht geschafft haben hat Felor Badenberg nun endlich erreicht. Durch das neue Organigramm wird Abteilungsleiterin Astrid Kipp ihre wichtigsten Aufgaben verlieren. Von Lorenz Maroldt
Umsturz von oben: Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) räumt in ihrer Verwaltung auf – und entmachtet eine Gegenspielerin, an der sich schon ihre Vorgänger Thomas Heilmann (CDU), Dirk Behrendt (Grüne) und Lena Kreck (Linke) die Zähne ausgebissen hatten: Abteilungsleiterin Astrid Kipp, Gattin des Ex-OVG-Präsidenten Jürgen Kipp, verliert ihre wichtigen und multiplen Zuständigkeiten (u.a. für Personal, Haushalt, Organisation der Gerichte und Strafverfolgungsbehörden) an eine neue Zentralabteilung.
Das neue Organigramm ist noch nicht veröffentlicht, liegt dem Checkpoint aber schon vor. Badenberg hatte wochenlang im Verborgenen die internen Prozesse überprüft – und berlintypische Zustände vorgefunden: internes Behördenpingpong aufgrund unklarer Verantwortlichkeiten. Die neue Zentralabteilung, wie sie in Bundesministerien und auch anderen Bundesländern längst üblich ist, soll damit jetzt Schluss machen.