CDU Berlin gründet hochkarätig besetztes Jüdisches Forum

Die Hauptstadtunion gründet an diesem Donnerstag eine besondere Plattform. Mit dabei ist der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden, Daniel Botmann. Von Julius Betschka und Lotte Buschenhagen

CDU Berlin gründet hochkarätig besetztes Jüdisches Forum
Die Kuppel der Neuen Synagoge in Berlin glänzt gut sichtbar über der Stadt. Foto: picture-alliance/dpa

Antisemitismus ist Alltag in Berlin. Die Hauptstadtunion gründet auch deshalb an diesem Donnerstag ein Jüdisches Forum. So soll die „Perspektive der jüdischen Minderheit noch besser in die Parteiarbeit der CDU“ einfließen, sagte Initiator Mike Samuel Delberg dem Checkpoint. Seit 2018 gibt es ein Forum auf Bundesebene, im Sommer wurde der 33-Jährige von CDU-Landeschef Kai Wegner auf die Idee angesprochen. Delberg sagt: „Wir wollen auch über Alltägliches miteinander reden: Das können Sicherheitsfragen auf dem Weg von der Synagoge nach Hause sein oder das Judentum in der Bildungsarbeit.

Mit dabei sind neben Wegner und Delberg selbst schon jetzt der Landesvorsitzende der Jungen Union Alexander Meyer und der Geschäftsführer des Zentralrates der Juden, Daniel Botmann. Das Forum soll explizit auch für nicht-jüdische Mitglieder offen sein. „Oft fehlt es noch an Wissen über das Judentum“, sagt Delberg. „Wir wollen kein leeres Konstrukt sein, sondern ein aktives Forum, das Berührungsängste in der Gesellschaft abbaut.“ Und, sagt er noch, man wolle Tacheles sprechen miteinander. Die Aufgaben in Berlin sind gewaltig.