Die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern
Erst mal die wichtigsten Zahlen und Daten im Überblick:
– 22. Februar: Die Bundesländer dürfen Kitas und Grundschulen wieder schrittweise öffnen; in Berlin soll das mit Wechselunterricht, mehr Selbsttests selbst für Kitakinder und ein paar Luftfiltern in Klassenräumen möglich sein. Ob in Berlin nur die ersten drei oder die ersten vier Klassen wieder den Ranzen umschnallen dürfen, will der Senat heute entscheiden. Merkel gab unumwunden zu, sich einen späteren Start gewünscht, sich aber im Kultusmister-Kleinklein nicht durchgesetzt zu haben. Immerhin: Lehrerinnen und Erzieher sollen früher geimpft werden als bisher geplant. Im Mai und Juni könnte es soweit sein, bis dahin bleibt im Klassenraum die Hoffnung zittrig: beim Frostlüften.
– 1. März: „Aus hygienischen Gründen“ (Beschlusspapier) und auch wegen „der Würde der Menschen“ (Söder) soll sich jede und jeder wieder Haare und Fußnägel schneiden lassen dürfen. Dazu der schnittige Kommentar von Pankows Bürgermeister Sören Benn (Linke): „Die einen gehen zum Friseur, die anderen raufen sich die Haare.“
– 7. März: Mindestens noch vier Wochen lang geht der Lockdown in die Verlängerung und werden Arbeitgeber weiter angebettelt, jetzt nun aber wirklich mal ernsthaft mehr Homeoffice zu ermöglichen. Außer in vielen Behörden und Bundestagsbüros natürlich.
– 35 von 100.000: Erst, wenn es so wenige Neuinfektionen pro Woche und pro 100.000 Einwohner gibt, dürfen Geschäfte, Museen und Galerien öffnen. „Wir müssen noch entscheidende Wochen durchhalten“, mahnt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Entscheidende Wochen, in denen das Durchwurschteln immer neue Mutationen erfährt. 35 ist das neue 50. Und 2021 das neue 2020.