Die SPD verteidigt die „Herzenstour“ von Franziska Giffey
Eine Ausnahme in der Corona-Verordnung lasse die Wahlkampf-Tour zu. Außerdem seien alle Teilnehmenden vorab getestet worden, rechtfertigt sich die Partei. Von Ann-Kathrin Hipp
Was darf Wahlkampf? Am Donnerstag war Bürgermeisteranwärterin Franziska Giffey (SPD) mit Noch-Bürgermeister Michael Müller und sechs weiteren Personen aus mutmaßlich sechs Haushalten im Freien auf „Herzenstour“ unterwegs (CP von gestern). Gleich mal nachgehakt, wie die Partei das begründet… Sprecherin Claudia Kintscher verweist auf eine in der Infektionsschutzverordnung geregelte Ausnahme „für den Aufenthalt im öffentlichen Raum im Freien“ bei der „Ausübung beruflicher, mandatsbezogener oder ehrenamtlicher Tätigkeiten“. Die Personen seien alle vorab negativ getestet worden, hätten „für das Foto ihre Mund-Nase-Bedeckung kurz abgenommen, versetzt gestanden und Abstand gehalten“. Es kommentiert Berlins Noch-Bürgermeister (13.12.20): „Man muss auch nicht alles machen, was möglich ist.“