Feuerwache Mahlsdorf wegen Schimmel gesperrt

Die Freiwillige Feuerwehr Mahlsdorf leidet unter einer maroden Wache. Das Dach ist undicht und nun schimmelt es. Bezirk und Stadt streiten über den Neubau. Von Robert Ide

Feuerwache Mahlsdorf wegen Schimmel gesperrt
Foto: Alexander J. Herrmann

Schimmel und Menschen – in der Feuerwache Mahlsdorf gibt man nicht nur Rettern die Sporen. Nach einem Pilzbefall musste das Gebäude gestern geschlossen werden, wie Thomas Kirstein von der Feuerwehr bestätigte. Umliegende Wehren aus Berlins nahem Osten übernehmen auf unbestimmte Zeit die Einsätze der freiwilligen Mahlsdorfer.
 


Von dort ist zu hören, dass Fahrzeuge und Schutzkleidung erst mal dekontaminiert werden müssen. „Die Ursache der erhöhten Schimmelsporenkonzentration ist noch nicht geklärt", ließ uns Katrin Polenz von der verwaltenden Berliner Immobilienmanagement GmbH gestern Abend wissen. Dabei ist die Wache schon lange nicht mehr ganz dicht, zumindest am Dach nicht. Eine nötige Entlüftungsanlage gibt es auch nicht; längst hätte das seit Jahren marode Gebäude weichen sollen, wie der Vorsitzende des Fördervereins, Torsten Kiesner, erzählt. Doch Berlin wäre auch in Marzahn nicht Berlin, wenn Bezirk und Land an einem Feuerwehrschlauch ziehen würden. Die Feuerwehr hat ein Wunschgrundstück, das Marzahn-Hellersdorfs Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) lieber für Gewerbe reservieren möchte. Die Alternative wiederum liegt so ungünstig, dass die Feuerwehr nicht schnell genug zum Löschen käme. Nun ist hier Pumpe. Der Stadt scheint das wumpe.