Keine Empathie für die Angehörigen des Terroranschlags
Und nun zu den Meldungen, die leider schwer zu glauben sind:
Ein Jahr nach dem Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz melden sich Angehörige aller 12 Todesopfer in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Wort. Dessen Inhalt raubt einem den Atem und auch den ruhigen Schlaf in dieser, in unserer Republik. „In Bezug auf den Umgang mit uns Hinterbliebenen müssen wir zur Kenntnis nehmen, Frau Bundeskanzlerin, dass Sie uns auch fast ein Jahr nach dem Anschlag weder persönlich noch schriftlich kondoliert haben“, schreiben die Hinterbliebenen (das Schreiben in voller Länge finden Sie hier). Neben dem fortdauernden Leid nach dem Attentat schmerzt sie, schmerzt uns das massive Behördenversagen vor und nach der Tat, die mangelnde Großzügigkeit der Bürokratie in Fragen der Betreuung und Entschädigung - und das ganz offensichtliche Fehlen von Empathie. „Das wirkt nicht nur so, das ist: herzlos“, kommentiert Stephan-Andreas Casdorff. Wann endlich fasst sich Angela Merkel ein Herz für die Opfer unter uns?