AfD-Mann Martin Trefzer: Eine Infektion zieht Kreise

Das Schrumpfparlament. Zwei Abgeordnete sind mit dem Coronavirus infiziert. Trotzdem wird die Plenarsitzung heute stattfinden. Der Regierende Bürgermeister plant immerhin eine Regierungsansprache – natürlich zum Coronavirus. Einige Abgeordnete werden nicht dabei sein, weil die Infektion des AfD-Abgeordneten Martin Trefzer – ihm geht’s gut – Kreise zieht.

Trefzer hatte sich am vergangenen Donnerstag auf das Coronavirus testen lassen, war am Dienstag aber trotzdem zur Sitzung des Untersuchungsausschusses zum Fall Hubertus Knabe gegangen. Weder das Testergebnis noch das Ende der angeratenen häuslichen Quarantäne hatte er abgewartet. Kurz danach die Nachricht: Trefzer ist positiv.

Parlamentskollegen bezeichneten sein Auftauchen im Ausschuss nun als „unvernünftig“ bis „grob fahrlässig“. Alle anderen Mitglieder wurden jetzt von einem Amtsarzt angeschrieben und sollen sich selbst überwachen. Die Linke-Abgeordnete Anne Helm wird sich vorsorglich in Quarantäne begeben und nicht an der Plenarsitzung teilnehmen. Mehrere AfD-Abgeordnete sollen sich ebenfalls isoliert haben, die Fraktion heute stark dezimiert sein. Das alles ist – leider – kein Witz.