„Union ist der Spiegel, in den Hertha jeden Tag gucken muss“

Nach der Niederlage der Alten Dame in der Alten Försterei ist nichts mehr beim Alten. Eine knackige Analyse des Derbys aus Sicht eines Fußballpodcasters. von Robert Ide.

„Union ist der Spiegel, in den Hertha jeden Tag gucken muss“

War sonst noch was? Ach ja, ein Fußballspiel im irritierend rappelvoll besetzten Stadion an der Alten Försterei – Kult und Kommerz sind im Pandemie-Fußball eben nur wenige Buchstaben voneinander entfernt. Fußballerisch ging Hertha BSC völlig verdient 0:2 gegen den Stadtmeister aus Köpenick unter. „Der 1. FC Union stellt nicht viele Fragen, aber Hertha hat darauf keine Antworten“, analysiert Lucas Vogelsang, Autor und Podcaster von „Fussball MML“ am Checkpoint-Telefon. Vogelsang, der selbst im Stadion war und wegen der Fanmassen in der S-Bahn halb mit dem Taxi und halb zu Fuß angereist war, bringt Berlins neue Fußballverhältnisse gut auf den Elfmeterpunkt: „Union ist der Spiegel, in den Hertha jeden Tag gucken muss und sich selbst nicht wiedererkennt: ein eingespieltes Team, das einen einfachen, effektiven und erfolgreichen Fußball spielt.“ Einziger Trost für Hertha-Fans wie mich: Berlins Traditionsverein kann sich wieder voll und ganz auf den Pokal konzentrieren. Wer war noch mal Gegner im Achtelfinale? HaHoOje – der eiserne 1. FC Union.