SPD-Nachwuchs von Berliner Kreisverband fordert öffentlich-rechtliche Sexfilme
Die Jusos von Berlin-Mitte wollen mit schlechten Arbeitsbedingungen in der Pornobranche aufräumen – ARD und ZDF sollen deswegen „ethische“ Produktionen ankaufen. Von Lotte Buschenhagen
Kommen wir zu heitereren Themen: Die Jusos wollen Pornos! „Auf in die neue Pornozeit“, jubiliert die SPD-Jugend Mitte – und fordert öffentlich-rechtliche Pornografie. In einem Antrag an die Kreisdelegiertenversammlung (KDV) am Sonnabend beklagen die Jusos Arbeitsbedingungen und Stereotype in der Pornoindustrie. Die Jungen Wilden wollen deshalb Pornografiebildung im Biounterricht einführen. Außerdem sollen alle Videos eine FSK-Bewertung verpasst bekommen. Wie das praktisch klappen soll – allein 2021 wurden weltweit 100 Milliarden Pornos heruntergeladen –, möchten die Jusos nicht offenbaren. Wohl aber, dass ARD und ZDF ethische Pornofilme ankaufen und online stellen sollen. Wir freuen uns auf künftige Mottos („Dafür zahl ich GEZ!“) – und fragen: Rettung des Rundfunks oder völlig bekloppt?