Heiteres Berufewarten im Senat

Heiteres Berufewarten herrscht auch im Senat. Denn gegen die nominierte Lieblings-Generalstaatsanwältin Margarete Koppers wird nicht nur wegen möglicher Verwicklungen in die Schießstandaffäre der Berliner Polizei ermittelt, der Widerstand gegen die Durchdrück-Kandidatin von Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) in den Reihen von Justiz und SPD wächst. Brandenburgs Generalstaatsanwalt und SPD-Bundestagskandidat Erardo Rautenberg teilt heute im Tagesspiegel aus gegen das Auswahlverfahren von Behrendts Vorgänger Thomas Heilmann (CDU) - „nicht sachgerecht“ - und gegen die nicht weniger seltsame Neuauslese von Behrendt - „sachwidrige Erwägungen“. Zum Schluss stellt Rautenberg eine nicht gerade sachfremde Frage: Warum soll in Berlin eine Frau Generalstaatsanwältin werden, die nie als Staatsanwältin tätig war? Wie es aussieht, sieht man sich wohl in dieser Sache vor Gericht. Auf hoher und in schwerer See.