Und alle so: Yeah! Bündnis von Kulturschaffenden will die Silvester-Party des Senats verhindern
Am Brandenburger Tor prallen zwei Silvesterpläne aufeinander: Ein Kulturbündnis sieht seine angemeldete Großdemo bedroht und legt sich deshalb mit dem Senat vor Gericht an. Von Anke Myrrhe und Valentin Petri.
… Silvester verursacht schon jetzt ordentlich Krach. Der Senat und Kulturschaffende streiten nun vor Gericht darüber, wer zum Jahreswechsel vor dem Brandenburger Tor die große Party veranstalten darf. Das Bündnis „Rettung Silvester am Brandenburger Tor – We are Berlin“ plant dort bereits seit dem Sommer eine Großkundgebung gegen die Kürzungen im Kulturbereich mit 100.000 Teilnehmern und dem längsten Feuerwerk Europas (13 Minuten). Im Herbst zog der Senat nach und kündigte „Yeah 2026“ an: eine kostenlose Party mit 20.000 Menschen, Dancefloor und Feuerwerk (7,5 Minuten).
Jetzt ist das Kulturbündnis vors Verwaltungsgericht gezogen, um die Party des Senats verbieten zu lassen. „Das ist unsere Demofläche und jetzt kommt der Senat und sagt: ist uns doch egal“, schimpft Co-Organisator Armin Mostoffi Kamari. „Wir haben in den letzten drei Monaten immer wieder Kooperationsbereitschaft gezeigt.“ Der Senat habe aber nie ernsthaft reagiert.
Und der Senat? Spielt zur Ablenkung lieber eine Runde Behördenpingpong: Die Senatskanzlei verweist auf Nachfrage an die Wirtschaftsverwaltung, die verweist zurück an die Senatskanzlei und an Kulturprojekte. Vom landeseigenen Partyorganisator kam dann immerhin die Auskunft: „Es gab auch bisher keinen Austausch mit dem Bündnis.“ Für alles Weitere bitte den Senat. Yeah.