Jubel beim VBB-Begleitservice: 35 SGE-Stellen werden verstetigt

Gute Nachrichten für alle, die Unterstützung im Nahverkehr brauchen: Der VBB-Begleitservice darf bleiben – 35 Stellen im Rahmen des Solidarischen Grundeinkommens werden dauerhaft abgesichert. Von Margarethe Gallersdörfer und Sönke Matschurek.

Jubel beim VBB-Begleitservice: 35 SGE-Stellen werden verstetigt
Foto: Tagesspiegel / Sönke Matschurek

Die „roten Engel“ dürfen weiterfliegen. „Die SGE-Stellen beim VBB-Begleitservice werden verstetigt“, erfuhr der Checkpoint von Danny Freymark (CDU). „Die Kosten dafür werden durch die Finanzverwaltung abgesichert.“ Aufatmen bei allen alten, gehbehinderten und blinden Menschen, die bei ihren Fahrten im ÖPNV auf Hilfe angewiesen sind. SGE steht übrigens für „Solidarisches Grundeinkommen“ – ein Lieblingsprojekt des ehemaligen Regierenden Michael Müller (SPD), das rund 1000 langzeitarbeitslosen Berliner:innen durch Anstellung im öffentlichen Dienst eine Alternative zum Arbeitslosengeld II bietet. Nicht nur beim VBB drohte ein unschönes Ende.

Für den Begleitservice sind seine 35 SGE-Stellen essenziell: Wären sie ersatzlos ausgelaufen, hätten die „roten Engel“ fast die Hälfte ihrer Mannschaft verloren. Am Montag kam es noch dicker: Dem Begleitservice wurde von der Verkehrsverwaltung mitgeteilt, es müssten 270.000 Euro eingespart werden – nur um die Kürzung zwei Tage später einzukassieren. „Es sind harte Einsparvorhaben, die wir uns selbst geben mussten“, kommentiert Freymark. „Aber natürlich können wir als Koalition lenken, wo wir Reduzierungen vornehmen. Mutmaßliche Kürzungen konnten wir daher noch rechtzeitig abwenden.“ Der Checkpoint bleibt angesichts des Kürzungs-Wirrwarrs ratlos zurück – und freut sich lieber über den vollumfänglichen Erhalt des Begleitservice.