Handy-Alarm nach Großbrand in bestem Behördendeutsch
Die Ursache für den Großbrand am Mittwochabend in Neukölln ist noch nicht geklärt, aber nach aller Erfahrung kommen am ehesten falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus infrage. Rund 30 Mal beginnt es deshalb laut dem Brancheverband BDE in Deutschlands Sortier- und Verwertungsanlagen zu glimmen – pro Tag! Wie sinnvoll es war, dass der – erstmals ausgelöste – „Cell Broadcast“-Alarm die Handys in halb Berlin erst eine Stunde nach dem Aufstieg der schwarzen Wolke erbeben ließ, will die Feuerwehr intern auswerten. Dabei wäre auch die Ansprache der Menschen zu bereden: Eine Nachricht, die mit „Extreme Gefahr GEFAHRENMITTEILUNG, MITTEL“ überschrieben ist und die Leute auffordert, sich „in bekannten Warnmedien zu informieren“, taugt eher für einen Behördendeutsch-Leistungskurs, aber kaum als Aufforderung, einfach die Fenster zuzumachen.