Märchen aus dem Münsterland: Wie der CDU-Kreisverband eine merkwürdige Spende nach Berlin erklärt

Der CDU-Kreisverband Borken führt die umstrittene 20.000-Euro-Spende nach Berlin auf den Wunsch eines externen Spenders zurück, macht zu dessen Motiven jedoch keine Angaben. Von Anke Myrrhe und Jessica Gummersbach mit Lorenz Maroldt.

Märchen aus dem Münsterland: Wie der CDU-Kreisverband eine merkwürdige Spende nach Berlin erklärt
Foto: IMAGO / Funke Foto Services

Aus gegebenem Anlass gibt’s hier heute Märchen aus dem Münsterland – denn die neueste Erklärung des CDU Kreisverbands Borken für die merkwürdige 20.000-Euro-Zuwendung an den Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf (CP v. 20.1.) ist einfach zu fantastisch, um wahr zu sein: „Ein Spender von außen“ habe darum gebeten, mit einem Teil seines Geldes „auch andere Gliederungen der Partei zu unterstützen“ – so jedenfalls zitiert die „Münsterland Zeitung“ CDU-Kreisgeschäftsführer Markus Japser. Der Spender sei „natürlich namentlich bekannt“, aber leider, leider könne man über dessen Motive und Hintergrund „natürlich nichts sagen“. Natürlich nicht! Der Checkpoint weiß dagegen aus sicherer Quelle, dass Jens Spahn, damals noch Kreisvorsitzender in Borken, mit dem Geld ganz gezielt den Berliner Bundestagskandidaten Lukas Krieger unterstützen wollte. Spahn wusste vermutlich sogar, dass Charlottenburg-Wilmersdorf in Berlin liegt, während die „Münsterland Zeitung“ den Kreisverband „dem Umland von Berlin“ zuordnet. Es kommentiert Fehlfarben-Sänger Peter Hein aus Düsseldorf bei Borken: „Es liegt ein Grauschleier über der Stadt, den die CDU noch nicht weggewaschen hat.“