Das denken Sie über die nächtliche Schließung des Görlis
Wir bleiben noch im Park. Hier einige Reaktionen auf den Vorschlag von Innenstaatssekretär Torsten Akmann, den Görlitzer Park einzuzäunen und nachts abzuschließen:
„Unbedingt notwendig. (...) Ich mache mir große Sorgen um die Gesundheit meine Tochter, die direkt am Görlitzer Park wohnt und durch den ununterbrochenen Lärm jeden Tag, jede Nacht, auch an jedem Wochenende (!) extrem belastet ist. Es gibt nie, zu keiner Zeit eine Ruhepause, keine Erholungsmöglichkeit.“ (CP-Leserin Elfriede Jäger).
„Eine dumme Idee. Ich durchquere den Park manchmal auch nachts auf dem Heimweg, mit einem mulmigen Gefühl, aber ich möchte dann einfach schnell nach Hause.“ (CP-Leser Götz Waschk).
„Hört sich zunächst in der Theorie ganz gut an, aber die Praxis, insbesondere in Berlin: viele Getöse und es klappt doch sowieso nicht.“ (CP-Leser Ulrich Engelke).
„Von etlichen Besuchen in Paris und New York kenne ich eingezäunte Parks zu Genüge, und ich liebe sie! Keine Müllberge, keine umgestoßenen, mutwillig beschädigten oder weggeschleppten Sitzgelegenheiten, keine Drogenhändler, kein nächtliches Gegröle.“ (CP-Leserin Marianne Lück)
„Ich bin auf jeden Fall dafür. Das Tempelhofer Feld ist nur deshalb noch nicht vermüllt, zugeschmiert und ein sehr angenehmer Aufenthaltsort, weil es tagsüber Kontrollfahrzeuge (die könnten ruhig mal auf E-Basis fahren) gibt und es nachts geschlossen ist. (CP-Leser Christian Schumacher)“
„Mir macht die Hatz auf die schwarzen Grasdealer Sorgen, denn meiner Erfahrung nach (und Gespräche mit anderen Hundebesitzer/innen im Park bestätigen das) sind gerade die Gambianer zu 98% hilfsbereit, freundlich, und deeskalieren, wenn ein besoffener Tourist oder Alki-Penner Stress macht. Ich fühle mich von ihnen beschützt, sie grüßen freundlich, man grüßt zurück (und ich bin bald 60, also nicht „Anmache-Material“) und das war's.“ (CP-Leserin Sandra K.)
Eine Mehrheit der Leserinnen und Leser, die uns geschrieben haben, hat sich für die Schließung ausgesprochen. Akmanns Vorstoß war allerdings mit Innensenator Andreas Geisel nicht abgestimmt, der Parkrat ist auch dagegen. Paris wird wohl Paris bleiben. Und der Görli der Görli.
Einen besseren Vorschlag hat CP-Leser Wolfgang Gross: „Schilder an jeden Park mit den Öffnungszeiten und eine strenge (bürgerliche?) Kontrolle dieser Öffnungszeiten!“ (Den Hinweis „Ironie“ hätte er sich sparen können, dafür sind wir im Team Checkpoint Experten. Zwinkersmiley.)