Vizepräsident des Berliner Fußball-Verbandes tritt zurück
Recherche wirkt: Am Dienstag ist der Vizepräsident des Berliner Fußball-Verbandes Sascha K. zurückgetreten (den vollen Namen nennen wir nur aus juristischen Gründen nicht). Dabei war der 40-Jährige erst vor drei Wochen vom Präsidium berufen worden. Recherchen meiner Kollegen Johannes Nedo, Christopher Stolz und Sebastian Schlichting hatten ergeben, dass K. im Mai 2019 per Strafbefehl wegen Körperverletzung an einem Kind zu einer Geldstrafe verurteilt worden war. In seiner Position als Jugendtrainer bei einem Berliner Verein hatte er demnach im August 2018 bei einem Trainingslager am Ruppiner See einem Jungen so stark mit beiden Händen jeweils unterhalb der Brustwarzen in die Brust gekniffen, dass das Kind Hämatome erlitt. K. hatte sich nach Angaben von Verbandschef Bernd Schultz intern mit einer Einstellungsverfügung des Verfahrens verteidigt, was sich dann aber am Dienstag als falsch herausgestellt haben soll. Das Verfahren im Verband, der Sascha K. zunächst mit Mehrheit gewählt hatte, stellt sich dadurch allerdings nicht als richtiger dar.