Nach der Spitzenkandidatur: Krach klaut Giffey in der Berliner SPD auch noch den Sprecher

Der nächste Rückschlag für Franziska Giffey: Nachdem Steffen Krach sich die Spitzenkandidatur für die nächste Abgeordnetenhauswahl gesichert hat, wird auch ihr Pressesprecher künftig für ihn arbeiten. Matthias Kuder tat dies ursprünglich bereits bis 2021. Von Anke Myrrhe und Stefan Jacobs.

Nach der Spitzenkandidatur: Krach klaut Giffey in der Berliner SPD auch noch den Sprecher
Foto: Imago / Ipon

Apropos: Während Wegner in Namibia weilte, war SPD-Kandidat Steffen Krach bekanntlich am Donnerstagabend bei der Checkpoint-Revue zu Gast (Bericht hier). Kenner der Berliner Landespolitik wunderten sich, was ein alter Bekannter da in der ersten Reihe neben ihm zu suchen hatte: Matthias Kuder, derzeit Sprecher von Franziska Giffey in der Wirtschaftsverwaltung und stellvertretender Senatssprecher. Kuder hatte bis 2021 die Pressearbeit für Krach gemacht, als der noch Wissenschaftsstaatssekretär in Berlin war.

Als Krach nach Hannover ging, hat er dem Vernehmen nach sogar versucht, Kuder zum Mitkommen zu überreden. Nun kehrt Krach nach Berlin zurück – und Kuder zu Krach. Wie der Checkpoint aus SPD-Kreisen erfuhr, wird Kuder ab dem 1. November Krachs Sprecher für den Wahlkampf, angesiedelt beim Landesverband im Kurt-Schumacher-Haus. Erst die Spitzenkandidatur, nun der Sprecher – keine einfachen Zeiten für Franziska Giffey.

Immerhin kehrt in dieser Woche ihre Vertraute Lisa Frerichs aus der Elternzeit zurück und spricht dann auch wieder für den Senat. Wir wünschen gute Eingewöhnung.