Bettina Jarasch will gemeinwohlorientierten Wohnungsdeal
Bettina Jarasch sagt „Ja“: Die Spitzenkandidatin der Berliner Grünen will für den Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ stimmen, obwohl „Enteignung nur die Ultima Ratio ist“. Die Stadt brauche den Druck, um mehr gemeinwohlorientierten Wohnraum zu schaffen, sagte sie am Mittwoch – und stellte zugleich das Konzept eines „Mietenschutzschirms“ vor. Die Idee: Vermieter:innen verpflichten sich u.a. zu einem fünfjährigen Mietenmoratorium und der Wiedervermietung nach sozialen Kriterien und erhalten im Gegenzug Senats-Zuschüsse und Bauflächen in Erbpacht. Die Karte „Enteignung“ soll nur dann gezogen werden, „wenn eine kooperative Lösung scheitert“.
Es kommentiert Vonovia-Vorstandschef Rolf Buch (ziemlich kooperativ): „Wir brauchen ein breites Bündnis aus allen Akteuren der Wohnungsbranche, um klimafreundlichen und bezahlbaren Wohnraum nachhaltig zu realisieren. Als Vonovia stehen wir bereit. Die einzelnen Vorschläge müssen analysiert werden. Enteignungen bringen Berlin nicht weiter.“ Monopoly, Berlin-Edition. Die Spiele beginnen.