Mitbegründer des Medellín-Kartells zieht nach Berlin

Carlos Lehder war die rechte Hand von Drogenboss Pablo Escobar. Nun ist er deutscher Staatsbürger und will sich in Berlin niederlassen. Aus dem Checkpoint. Von Lorenz Maroldt

Mitbegründer des Medellín-Kartells zieht nach Berlin
Foto: Boris Roesller/picture alliance/dpa

Neu in Berlin: Carlos Lehder. Sagt Ihnen nichts? Dann haben Sie wohl bei Netflix „Narcos“ verpasst (oder, wenn Sie schon etwas älter sind, in den achtziger Jahren die Auslandsnachrichten der Tagesschau). Der Ex-Kumpel von Pablo Escobar war Mitgründer des Medellin-Kartells und wurde nach seiner Auslieferung an die USA zu 135 Jahren Haft verurteilt. Die scheinen jetzt vorbei zu sein: Lehder landete gestern als deutscher Staatsbürger im Heimatland seines Vater Klaus Wilhelm. Am Flughafen Frankfurt soll er den deutschen Behörden übergeben worden sein. Nun will er in Berlin leben (wenn er eine Wohnung findet). Sein Anwalt Oscar Arroyave freut sich laut New York Times schon auf ein „celebratory beer“ mit seinem Mandanten. Es kommentiert Ilse Trautschold: „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da!“ „Ja doch, meen Junge, det weeß ick ja.“