Scheeres plant Sommerschulen für zehntausende Schüler
Damit Berlins Schüler die Chance erhalten, verpassten Lernstoff aufzuholen, soll es eine massive Ausweitung der Sommerschulen geben. Dafür werden Millionen Euro investiert. Von Felix Hackenbruch
Neuer (Stunden-)Plan für die Ferien: Damit Berlins Schüler die Chance erhalten, verpassten Lernstoff wieder aufzuholen, will Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) nach Checkpoint-Informationen heute eine massive Ausweitung der Sommerschulen bekannt geben. Bisher gab es die nur an wenigen Brennpunktschulen, nun sollen sie mit vielen Millionen Euro ausgebaut werden, um die Lücken vor allem bei sozial benachteiligten Kindern zu schließen. Das Angebot soll für 45.350 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1, 2, 7, 8 und 9 gelten. Die Verwaltung rechnet mit rund 12.800 Teilnehmern, gelernt wird in Kleingruppen (max. 8 Personen) und maximal 15 Zeitstunden pro Woche. Lob für das Angebot, aber Ablehnung für eine verpflichtende Sommerschule kommt noch vor der offiziellen Bekanntgabe von Landesschülersprecher Miguel Góngora: „Wir hoffen innerlichst auf die Vernunft der Senatorin mit dem Prinzip der Freiwilligkeit zu verfahren.“
Unfreiwillig schulfrei gibt es aktuell in Spandau. Wie der rbb am Sonntagabend unter Berufung auf die zuständige Amtsärztin berichtete, wird die Grundschule am Weinmeisterhornweg bis zum 26. Mai geschlossen. Zwei Lehrer haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der aktiven Coronavirus-Fälle in ganz Berlin sank derweil laut Gesundheitsverwaltung auf 424, davon werden 229 im Krankenhaus behandelt.