Warnung vor falschen Bußgeldbescheiden

Alle Mitarbeiter der Berliner Polizei bekamen gestern eine Warnmeldung des LKA, weitergeleitet vom Informationssicherheitsbeauftragten – es geht um per Mail verschickte gefälschte Bußgeldbescheide, die auf eine Website mit Schadsoftware führen. „In großer Zahl“ würden solche Mails an Empfänger in ganz Deutschland verschickt, der Absender lautet „Zentraldient der Polizei, Zentrale Bußgeldstelle“. Die Ermittlungen hat das Cyber-Competence-Center des LKA Brandenburg übernommen, die Website soll „der Homepage der Polizei Brandenburg täuschend ähnlich nachempfunden“ sein.

Der „Bußgeldbescheid“ selbst ist allerdings sprachlich, ortographisch und grammatikalisch zusammengestümpert: „Sie werden beschuldigt als Fahrer, der am 19.06.2019 um 11:19 Uhr in Arcostraße , Charlottenburg folgendes Verbrechen verübt: Sie überstiegen die zulässigen Geschwindigkeitsgrenze ausserhalb geschlossener ortschaften um 14km/h. Geschwindigkeitsbeschränkung: 60 km/h; Festgestelte Geschwindilkeit (abzgl. Toleranz): 74 km/h § 41 Abs 2, § 49 StVO. § 24 StVG.“ Uff. Also so viel Geschwindeligkeit ist ja nicht mal dem schlechtesten Absolventen der Polizeiakademie zuzutrauen. Aber man weiß ja nie, deshalb lautet der Checkpoint-Tipp: Vorsichtshalber allen Bußgeldbescheiden widersprechen – besonders denen aus Brandenburg.