Tourismuskonzept gegen die Beliebigkeit
„Die Stadt hat noch die Chance, eine Ausnahme zu bleiben und nicht gleich, wie Amsterdam, Prag oder Paris, eine Touristenstadt zu werden“, sagt Paul Spies, Direktor der Stiftung Stadtmuseum und zuständig für die Ausstellung „Welt.Stadt.Berlin“ im Humboldt-Forum (Q: „taz“). Dazu Burkhard Kieker, oberster Tourismuswerber: „Den Bierbikes in Mitte würde ich am liebsten die Luft aus den Reifen lassen.“ (Q: „Abendschau“) Mit dem Senat und der Humboldt-Uni arbeitet er gerade an einem „stadtverträglichen“ Tourismuskonzept, im nächsten Jahr soll es fertig sein. Mit Pop-up-Restaurant-Wagen sind seine Leute in der Provinz unterwegs, um Gäste zu gewinnen, die mehr Geld hier lassen als der Easy-Jet-Set. Aber am Ende werden alle jammern, dass die Erlebnis-Gastronomie die Burgerbuden gentrifiziert.