Berliner Eispreisbremse? „Offensichtlich haben die Grünen jeglichen Kontakt zur Realität verloren“

Drei Berliner Grünen-Abgeordnete schlugen dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) eine Eispreisbremse für ärmere Familien vor. Dafür gab es gleich Spott von der CDU. Von Ann-Kathrin Hipp.

Berliner Eispreisbremse? „Offensichtlich haben die Grünen jeglichen Kontakt zur Realität verloren“
Foto: dpa / David Ebener

Ebenfalls heiß diskutiert: der Eis-Preis. Mit dem Vorschlag einer Eispreisbremse haben sich drei Berliner Grünen-Abgeordnete vor einigen Tagen an den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Berlin gewandt. Die Idee: Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien sollen, zumindest für eine Sorte pro Laden, nur noch 50 Cent pro Kugel zahlen – auf freiwilliger Basis der (1456 in 2023) Eisdielen. Dehoga-Geschäftsführer Gerrit Buchhorn will dazu laut „B.Z.“ trotz der „eher unglücklichen Formulierung“ ins Gespräch kommen. Und die Regierungsparteien?

CDU-Fraktionschef Dirk Stettner verweist auf zahlreiche andere Herausforderungen (bezahlbaren Wohnraum, Extremisten und Judenhass bekämpfen, gute Rahmenbedingungen für Arbeits- und Ausbildungsplätze, Sicherheit, „und vieles mehr“) und attestiert: „Offensichtlich haben die Grünen jeglichen Kontakt zur Realität verloren.“

Ähnlich sieht das Christian Günzel von Spoonful Berlin (Kette mit sechs Eisdielen in der Hauptstadt), wo die Kugel aktuell 2,60 Euro kostet: „Uns als Eismachern macht es ja keinen Spaß, die Preise zu erhöhen. Ich habe selbst drei Kinder – natürlich fällt uns das schwer“, sagt er dem Checkpoint. Wenn man allerdings wolle, „dass gewisse Umweltstandards eingehalten und die Mindestlöhne erhöht werden“, müsse man in Kauf nehmen, dass die Preise steigen, die Kugeln kleiner werden oder die Eisdielen dicht machen. Sein Fazit: „Da muss man keine Preisbremse einführen, sondern den Bürgern das vernünftig erklären.“ Was denken Sie?