Erst Schimmel, jetzt Müll: Immer neue Probleme an Berlins Anna-Lindh-Grundschule
Ursprünglich wurden die Schüler der Anna-Lindh-Grundschule wegen Schimmelbefalls in ein neues Gebäude umgesiedelt, doch dort gibt es ein neues Problem: Der Müll stapelt sich. Von Ann-Kathrin Hipp und Christoph Papenhausen.
Unbehelligt schreien dürfen an dieser Stelle die Kinder, Eltern und Lehrer der Anna-Lindh-Grundschule. Nachdem die Schule 2022 schimmelbedingt umgesiedelt werden musste, gibt’s seit dem 10. Februar einen neuen Standort – und ein neues Problem. Weil Tonnen fehlen, türmt sich der Müll. „Zum Einzug haben wir nur eine Restmülltonne gestellt bekommen“, sagt Tobias Weber von der Gesamtelternvertretung. „Die reicht aber weder für den Umzugsmüll noch für den Abfall von knapp 500 Schülern“. Die Folge: Der Abfall werde in gelben Säcken gesammelt, in ungenutzten Räumlichkeiten aufbewahrt und von der Schulleitung zum alten Schulstandort transportiert. „Wenn sich diese Woche nichts ändert, steht eine Schulschließung im Raum“, sagt Weber. Dem Bezirksamt Mitte ist der Fall bekannt. „Die Elternschaft hat die Situation vor Ort tatsachengerecht dargestellt“, teilt ein Sprecher auf Anfrage mit und begründet die Verzögerung mit dem noch fehlenden „Mülltonnenplatz“. Immerhin: Eine zweite Tonne (1.100 Liter) soll in der kommenden Woche „zur Verfügung stehen“ und das Problem lösen.