„Wir dürfen den digitalen Raum nicht den Hassern überlassen“

Weil es vom Bund keine Mittel mehr gab, fördert Berlin nun insgesamt neun Demokratieprojekte. Eines davon setzt sich gegen Hass und Hetze im Netz ein. Von Ann-Kathrin Hipp

„Wir dürfen den digitalen Raum nicht den Hassern überlassen“
Foto: Mike Wolff

Weil das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im vergangenen Jahr die Struktur von „Demokratie leben!“ verändert hat, haben diverse (Berliner) Projekte ihre Förderung verloren. Weil das Berliner Abgeordnetenhaus das Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus von rund 5,2 Millionen Euro (2019) auf rund 7,5 Millionen Euro (2020) aufgestockt hat, können neun der vormals vom Bund geförderten Projekte jetzt mit einem Gesamtvolumen von einer Million Euro vom Land unterstützt – und gerettet – werden. Kommenden Montag stellt die Senatsverwaltung die Initiativen vor. Darunter: „Civic.net“, ein Projekt der Amadeu Antonio Stiftung, dass es sich zum Ziel gesetzt hat, die digitale Zivilgesellschaft im Kampf gegen Hass und Hetze im Netz zu schulen. „Wir ermutigen Organisationen und einzelne Engagierte, in sozialen Netzwerken sichtbar zu werden und sich dort aktiv an der Debatte zu beteiligen“, sagt Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Stiftung. „Wir dürfen den digitalen Raum nicht den Hassern überlassen.“