Wenn zwei Bezirke sich streiten, hat niemand was zu lachen
Kurz vor der Spree ist eine Fußgängerbrücke auf unbestimmte Zeit gesperrt. Der Grund? Sowohl Charlottenburg-Wilmersdorf als auch Mitte finden, der Abbau eines Bauzauns sei Sache des Nachbars. Von Ann-Kathrin Hipp
Schnell noch eine Runde Behörden-Tischtennis. Der heutige Ball: Eine Sperrzone. Wer kurz hinter dem Wullenwebersteg am Spreekanal entlang will, kommt nicht weiter. Ein Bauzaun mit Banner „Bewacht durch City Control Gebäude- und Sicherheitsservice“ versperrt (wie uns mitgeteilt wurde, schon seit einiger Zeit) den Weg. Nachgefragt beim Bezirksamt Mitte: „Die Zuständigkeit liegt im Nachbarbezirk, da sich die Sperrung nicht mehr auf dem Gebiet des Bezirks Mitte befindet. Es handele sich „um einen Zaun, der ein Bauvorhaben im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf direkt an der Bezirksgrenze absperrt“. Das Bezirksamt Charlottenburg pongt zurück: „Wir wollen ja nicht ungefällig sein, aber egal, was man Ihnen im BA Mitte erzählt, Kauperts (ein gutes Hilfsmittel in solchen Fällen) und auch unsere beschlagenen Kollegen versichern, dass der Wullenwebersteg in Moabit liegt, also folglich zu Mitte gehört.“ Kommt da noch ein Ping?