„Ernstzunehmende Bedrohung für den Wirtschaftsstandort“: Berliner Grundschüler fallen beim Bildungsniveau noch weiter zurück

Berliner Viertklässler erreichen oft nicht den Mindeststandard. IHK-Vizepräsident Spieker sieht in dem schlechten Abschneiden Auswirkungen für ganz Berlin. Von Stefan Jacobs

 „Ernstzunehmende Bedrohung für den Wirtschaftsstandort“: Berliner Grundschüler fallen beim Bildungsniveau noch weiter zurück
Berliner Grundschüler haben weiterhin kein hohes Bildungsniveau. Foto: picture alliance/Marcel Kusch

Was klingt wie eine Meldung aus dem Archiv, ist aktueller denn je: Berliner Schüler/innen sitzen im bundesweiten Vergleich ganz weit hinten – bei weiter gesunkenem Niveau und nochmals gewachsener Kluft zwischen privilegierten und schwierigen häuslichen Verhältnissen. Laut dem am Montag vorgestellten IQB-Bildungstrend erreichten in Deutsch bei Lesen und Zuhören 27 Prozent der Berliner Viertklässler nicht den Mindeststandard (Bundesdurchschnitt: 19%). Bei Rechtschreibung lag die Ausfallkwohte bei 46 Prozent (Bund: 30%) und damit noch über der in Bremen, das in den meisten Kategorien Letzter wurde. In Mathe verfehlten in Berlin 35 Prozent der Viertklässler den Mindeststandard (Bund: 22%). IHK-Vizepräsident Stefan Spieker bezeichnet die Qualität der hiesigen Bildung als „ernstzunehmende Bedrohung für den Wirtschaftsstandort“. Unser Tagesspiegel-Interaktiv-Team hat weitere Studienergebnisse detailliert und übersichtlich aufbereitet.