Schritte gegen Verdrängung in Berlin wirken offenbar nicht: Gerade in „sozialen Erhaltungsgebieten“ werden mehr Mietwohnungen zum Eigentum als anderswo

Um eine Verdrängung von Mietern zu verhindern, sollten in manchen Berliner Gegenden Wohnungsumwandlungen extra genehmigt werden. Gebracht hat dies wenig. Von Nina Breher

Schritte gegen Verdrängung in Berlin wirken offenbar nicht: Gerade in „sozialen Erhaltungsgebieten“ werden mehr Mietwohnungen zum Eigentum als anderswo
Mehr als die Hälfte aller Wohnungen, die in den vergangenen Jahren von Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden, befinden sich in diesen Gebieten. Foto: dpa/Monika Skolimowska

In sozialen Erhaltungsgebieten werden im Verhältnis mehr Wohnungen zu Eigentum umgewandelt als anderswo. Mehr als die Hälfte aller Wohnungen, die in den vergangenen Jahren von Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden, befinden sich in diesen Gebieten. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage von Niklas Schenker (Linke) hervor. Soziale Erhaltungsgebiete sollen Verdrängung eigentlich verhindern, seit 2015 müssen Umwandlungen dort genehmigt werden. Ein Blick in die Zahlen lässt ahnen, dass die Maßnahme nicht ganz zu fruchten scheint: 52,6 Prozent aller Umwandlungen zwischen 2013 und 2021 ereignete sich in Erhaltungsgebieten. Allerdings wohnen aktuell nur 29 Prozent der Berliner in diesen Gebieten, wie aus einer früheren Senatsantwort hervorgeht. Mathe mit dem Checkpoint: Das mit der sozialen Erhaltung klappt nicht so richtig.