Die Frau mit der „jung gebliebenen Heldenstimme“
Rund 4200 Namen und Begriffe sprach Philippa Jarke für die BVG ein. Welche ihr am schwersten fielen und was Ihre Lieblingsstation ist, erzählt die Berlinerin im Interview mit Felix Hackenbruch.
Mehr als 1000 Menschen wollten die Stimme der BVG werden, Philippa Jarke hat es geschafft – und hat die letzten Monate viel Zeit im Studio verbracht. Rund 4200 Begriffe sprach sie in mehr als 100 Stunden ein. Nun hört man sie bereits in der U5 und in Bussen, bald in allen BVG-Fahrzeugen. Wir durften sie schon mal exklusiv im Interview hören.
Frau Jarke, wie wird man die Stimme der BVG?
„Über ein Casting – meine Stimme hat offenbar überzeugt. Ich würde sie als jung gebliebene Heldenstimme beschreiben. Entspannt, aber trotzdem griffig und mit etwas Humor.“
Mit der BVG verbinden viele Menschen eine Hassliebe.
„Als gebürtige Berlinerin, die immer hier kleben blieb, war die BVG stets ein Teil dieser Stadt. Als Kind musste ich immer mit dem Bus aus Kladow fahren und brauchte überallhin mindestens zwei Stunden. Jetzt ein offizieller Teil Berlins zu sein, das ist schon ein Kindheitstraum.“
Welcher der 4200 Namen und Begriffe fiel Ihnen besonders schwer?
„Es gab ein paar Besondere, wie der Columbus-Falter-Weg, der Mörderberg oder am Pilz. Aber unaussprechlich war die Zitzewitz…oder Schitzewitz…nein, Frische...ach, hab ich vergessen!“
Und wie viele Begriffe für das Betriebsstörungsbingo gibt es denn nun? Wir kennen zwei DIN A4 Seiten.
„Was, so viele? Mir sind nur die üblichen Verdächtigen, wie „Polizeieinsatz“ oder „Weichenstörung“ untergekommen.“
Was ist Ihre Lieblingsstation?
„Der Platz der Luftbrücke! Ich wohne dort in der Nähe und früher auch meine Großeltern. So ist die Station eine Brücke zu meiner Vergangenheit und meiner Familie.“