Die erste kam in der Silvesternacht wegen eines Spätis: 2024 gab es bereits 5.800 Meldungen bei Berlins Ordnungsämtern
Das Jahr ist erst eine Woche alt, aber schon haben die Berliner was zu meckern. Das zeigt die Meldestatistik der Ordnungsämter. Spitzenreiter im vergangenen Jahr war übrigens Pankow. Von Lorenz Maroldt.
Fünf Kubikmeter Essensreste und Hausmüll wollte ein Veranstalter in Neukölln einfach auf die Straße kippen – er wurde vom Ordnungsamt erwischt. Aber das ist die Ausnahme (das Erwischen, nicht das Abkippen), wie ein Blick auf die Erstwochenbilanz des Jahres auf der offiziellen Website des Ordnungsamts zeigt: Dort sind berlinweit bereits 5800 Meldungen über diverse Vergehen eingegangen, die meisten davon: Müll (Erledigungsstatus von den allermeisten: „in Bearbeitung“). Die allererste Meldung des Jahres allerdings, eingegangen um 0:24 Uhr des ersten Tages, betrifft einen Späti in der Kolonnenstraße. Der Einsender schreibt dazu: „Hallo, guten Tag Hallo, der Spätkauf hat jeden Sonntag bis 1 Uhr nachts geöffnet, das reicht, es wird Marihuana geraucht, hier schreien junge Leute, jeden Tag das Gleiche, Leute unter 18 Jahren kaufen hier Alkohol, bitte lass es die Behörden wissen. Komm, wir haben von nun an einen Sonn-tag, Spätkauf, alle sind verboten, warum hat es geöffnet, ich frage mich, was das Besondere daran ist?“ Nun, wer sagt’s ihm?
Meldungsspitzenreiter war im vergangenen Jahr übrigens nicht etwa Schöneberg, Kreuzberg oder Neukölln, sondern: Pankow. Aber ob hier tatsächlich am meisten gekifft und krakelt wird und mehr Müll auf der Straße liegt oder ob hier die Schwäbelbergisierung des Bezirks eine Rolle spielt (Stichwort Kehrwoche), müssen Sie leider selbst herausfinden.