Das sind die geheimen Sommertipps der Berliner Bezirksbürgermeister

Wohin, wenn man die Ferien in Berlin verbringt? Wir haben die Bürgermeister der zwölf Bezirke nach ihren Geheimtipps gefragt. Überraschung inklusive. Von Ann-Kathrin Hipp

Das sind die geheimen Sommertipps der Berliner Bezirksbürgermeister
Foto: Stefan Zeitz/imago images

Für alle BerlinerInnen, die bereits in der Stadt sind und auch in den Ferien hier bleiben (laut Mopo 53 Prozent), hat der Checkpoint die Bürgermeister nach ihren geheimen Bezirkstipps gefragt. Einer wird Sie total überraschen (teasern für Profis)! Aber lesen Sie selbst:

Reinickendorf – Frank Balzer (CDU) empfiehlt das Tegeler Fließ: „Auf einer Länge von ca. 10 Kilometern, von Lübars bis zum Tegeler See können Naturinteressierte das gesamte Gebiet auf ausgewählten Wegen und entlang eines Naturlehrpfades selbst erkunden und die Ruhe genießen. Die Reinickendorfer Wasserbüffel sind auch unterwegs.“

Pankow – Sören Benn (Linke) empfiehlt einen Ausflug nach Buch: „Dort gibt es mit der Moorlinse ein Brutgebiet heimischer Wasservogelarten zu entdecken. In der Nähe befinden sich auf dem Stadtgut Buch der Künstlerhof mit Ateliers, eine Feste-Scheune, Hotel und Restaurant.“

Lichtenberg – Michael Grunst (Linke): „Der Geheimtipp ist der Obersee-Orankeseepark. Mit dem Mies van der Rohe Haus, dem Wasserturm, den Orankesee-Terassen und dem Strandbad. Außerdem kann man/frau sich digital durch den Park führen lassen und erfährt spannende Geschichte.“

Treptow-Köpenick – Oliver Igel (SPD): „Ab in den Plänterwald! Zunächst planschen in der Plansche, Entdeckungen machen in der nahe gelegenen Waldschule und dann toben auf dem einzigartigen Weltspielplatz am Rande des Treptower Parks  – eine kleine Abenteuerreise durch die Natur mit fröhlicher Wasserschlacht…aber psst! Ist (fast) geheim.“

Neukölln – Martin Hikel (SPD): „Neukölln kommt immer anders. Am besten lässt sich das auf dem Schloss- und Gutshof Britz sehen. Neben dem einzigartigen Schlosspark, kann man das Museum Neukölln besuchen, Impressionen zur Wohnkultur der Gründerzeit im Schloss sammeln und sich nebenbei der historischen Tierhaltung erfreuen.“

Xhain – Monika Herrmann (Grüne): „Gehe gerne im Görli spazieren und in der M9 Kaffee trinken und einiges einkaufen. Ansonsten immer wieder gerne mit dem Rad kreuz und quer durch Friedrichshain und sitze gerne am Wasser an der Oberbaumbrücke.“

Tempelhof-Schöneberg – Angelika Schöttler (SPD) empfiehlt das Schöneberger Südgelände: „Auf dem stillgelegten Rangierbahnhof Berlin-Tempelhof finden Sie Ruhe, wilde Natur und Relikte aus der Dampflok-Zeit.“ Im Bezirkssüden kann man im Landschaftspark Marienfelde „wandern, Sport treiben oder sich auf der Skaterbahn austoben. Mit Voranmeldung können Sie die informative Naturschutzstation mit Berlins einzigem Naturanger besuchen“.

Steglitz-Zehlendorf – Michael Karnetzki (in Vertretung / SPD) empfiehlt einen Spaziergang an den Schienen von Preußens erster Eisenbahn, der „Stammbahn“: „Derzeit hat der Wald die vor 40 Jahren eingestellte S-Bahnstrecke nach Düppel zurückerobert. Etwa 200 Meter vom S-Bahnhof Zehlendorf entfernt zweigt von der Berlepschstraße rechts ein unscheinbarer Fußweg ab und schon steht man an der verlassenen Trasse, der man bis nach Kohlhasenbrück folgen kann – oder bis zur ehemaligen Autobahnbrücke in Albrechts-Teerofen.“

Charlottenburg-Wilmersdorf – Reinhard Naumann (SPD): „Auf geht’s in den schattigen Grunewald zur spannenden Ausstellung der Berliner Forsten ‚Wald.Berlin.Klima‘: 4 km Rundweg mit 11 Infoinseln, sog. ‚Waldwohnzimmer‘, erwarten Sie. Der Startpunkt ist direkt gegenüber dem Grunewaldturm gelegen, von dem danach unbedingt die tolle Aussicht genossen werden sollte. Und der neue Pächter der Gastronomie freut sich ebenfalls, wenn Sie zum Abschluss bei ihm einkehren :)“

Mitte – Stephan von Dassel (Grüne): „Unterm Pflasterstein der Strand: das Strandbad Plötzensee! So war baden früher, raue Bademeister, wildes Wasserplanschen und leckere Pommes – Südseegefühle mitten im Wedding!“

Tipplos (weil ohne Rückmeldung) blieben Marzahn-Hellersdorf und Spandau. Wir verkneifen uns an dieser Stelle den „Ist ja auch weit weg von Berlin“-Joke und fragen stattdessen: Was wäre Ihr Vorschlag? Ehrenrettungen gerne an: checkpoint@tagesspiegel.de.