Berlins Brunnen sind reihenweise defekt

In der Sommerhitze bieten viele Brunnen, Fontänen und Planschen keine Abkühlung. Als Begründung bieten die Behörden feinstes Pingpong. Von Anke Myrrhe

Berlins Brunnen sind reihenweise defekt
Foto: Cay Dobberke

Leider ist auf den Straßen momentan auch nicht viel mehr Wasser zu holen: Eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Kristian Ronneburg hat ergeben: Von den 157 Brunnen, Fontänen, Wasserfällen und Planschen der Berliner Wasserbetriebe sind knapp ein Viertel (36) derzeit nicht in Betrieb. Zur Begründung gibt’s ein bildschönes Brunnenbingo:

„Überprüfung nach DGUV3 nicht bestanden: Verstoß gegen die Norm. Umbau notwendig, sonst Gefahr für Passanten.“ (Brunnen Rüdersdorfer Straße in Fhain)
„Überprüfung nach DGUV3 nicht bestanden: Keine Zugänglichkeit zur Steuerung der Brunnenanlage, damit keine Prüfung durchführbar“ (Drei-Brunnen-Becken in Pankow)
„Pumpe wird erneuert“ (Petersburger Platz, Friedrichshain)
„Brunnenbecken undicht“ (Oranienplatz, Kreuzberg)
„Überprüfung nach DGUV3 nicht bestanden: Komplett Erneuerung der E-Anlage. Brandspuren an den Adern/Leitungen“ (Boxhagener Platz, Friedrichshain)
Pumpenstube undicht / Wassereintritt“ (Kaiser-Wilhelm-Platz, Schöneberg)
„Überprüfung nach DGUV3 nicht bestanden: Pumpe gebrochen, Motor Wasserschaden“ (Brunnen der Jugend, Lichtenberg)

Die Wasserbetriebe sind allerdings zuversichtlich, 20 Brunnen „noch in der Brunnensaison 2020“ in Betrieb nehmen zu können, geschätzte Kosten 323.150 Euro. Vielleicht könnten sie dann gleich die Blaualgen mitbeseitigen?