Berlins große Gemälde verschwinden

Immer an der Wand lang malten sich Künstler in Berlin nicht nur früher an der Mauer. Auch die Brandmauern an einstigen Bombentrichtern erzählen mit geistreichen Gemälden von der Kunst des Überlebens und vom Leben in einer aufregenden Stadt. Nun, da in Berlin wieder das Bauen vor das Schauen geht, verschwinden die Lücken, vor denen man stehen geblieben ist, um seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Der Prenzlauer Bär – ein fußballspielender Berliner Bär am Jahnsportpark – steht längst im Aus hinter einem neuen Haus. Und bald verwelkt mit Ben Wagins „Weltbaum“ am S-Bahnhof Tiergarten das älteste Nachkriegswandbild Berlins hinter einer Allerweltsfassade. Doch Erinnerung kann man immer neu pflanzen. Deshalb suchen wir Fotos von verschwindenden Wandgemälden (so wie dieses hier); einfach per Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. Eine schöne Stadt kann man sich jederzeit ausmalen.