„Merklicher Rückgang bei Maskendisziplin“: BVG will in Berlin gegensteuern und stärker kontrollieren
Der subjektive Eindruck wurde durch die BVG bestätigt: Im öffentlichen Nahverkehr werden weniger Masken getragen. Konsequenz: Mehr Kontrollen und Bußgelder. Von Christian Latz und Lotte Buschenhagen
Begegnen Ihnen auch immer mehr Menschen ohne Maske in Bussen und Bahnen? Dann trügt Sie ihre Wahrnehmung nicht. Die BVG stellt „seit dem Frühsommer einen merklichen Rückgang der Maskendisziplin in unseren Fahrzeugen fest”, teilte ein Sprecher auf Checkpoint-Anfrage mit. Die Trägerquote liege noch bei 75 bis 80 Prozent. Seither steuere die BVG mit zusätzlichen Kontrollen gegen. Die Zahl der verhängten Bußgelder ist zuletzt zumindest gestiegen. Zuvor ließen die Kontrolleure die Arbeit offensichtlich aber auch ziemlich schleifen: Im April wurden nur 140 Vertragsstrafen festgestellt. Insgesamt mussten in diesem Jahr 5040 Personen 50 Euro zahlen, weil sie ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs waren. Seit 2020 hat die BVG mehr als 22.000 Bußgelder verhängt.