Parks nachts abschließen? Was Berlin von Paris lernen kann
Der Görlitzer Park muss sicherer werden – das ist nach mehreren Gewalt-Vorfällen klar. Wie das klappen kann, zeigt ein Blick auf die französische Hauptstadt. Von Lorenz Maroldt
Auch nach Paris geht von Berlin aus oft der Blick – anlässlich der Diskussion über mehr Sicherheit im Görlitzer Park (im ersten Halbjahr gab es hier acht Fälle von Vergewaltigungen, sexuellen Nötigungen und Übergriffen) haben wir deshalb unsere Korrespondentin Birgit Holzer gefragt, wie Frankreichs Hauptstadt mit dem Problem umgeht – hier ihre Antwort:
„In Paris werden seit Jahren fast alle Parks und auch kleinere Grünflächen abends zu- und am Morgen wieder aufgeschlossen, um Vandalismus, Drogen- und Gewaltdelikte zu verhindern. Das gilt für beliebte Gärten wie den Jardin du Luxembourg ebenso wie für die großflächige Anlage der Tuilerien beim Louvre. Bei großer Hitze hat Bürgermeisterin Anne Hidalgo die Parks als Orte der Abkühlung allerdings auch mal nachts offengelassen – zum Ärger der Anwohner. Allein das Marsfeld unterm Eiffelturm ist noch nicht umzäunt. Nach einer Massenvergewaltigung in der vergangenen Woche fordert die Opposition aber lautstark, jetzt auch hier ein nächtliches Zugangsverbot durchzusetzen.“