Oberbaumbrücke bleibt dunkel: Leser wollte spenden, Verwaltung muss dankend ablehnen

Ein Leser bot an, rund 2000 Euro für neue Strahler zu spenden, doch die Verwaltung lehnte ab – Teilfinanzierungen für die Beleuchtung der Oberbaumbrücke sind nicht möglich. Von Jessica Gummersbach und Margarethe Gallersdörfer.

Oberbaumbrücke bleibt dunkel: Leser wollte spenden, Verwaltung muss dankend ablehnen
Foto: IMAGO / NurPhoto

Wir halten fest: An den Checkpoint-Lesern liegt es nicht, dass die Türme der Oberbaumbrücke dunkel bleiben. Am Montag berichteten wir, dass das Land die rund 5000 Euro für neue Strahler und ein paar hundert Euro Stromkosten nicht stemmen kann (oder will). Daraufhin meldete sich Joachim Weiß und bot an, rund ein Drittel der Kosten (etwa 2000 Euro) zu übernehmen – vorausgesetzt, es gibt eine vom Finanzamt anerkannte Spendenbescheinigung.

Geht das? Eine Nachfrage beim Finanzamt verlief positiv: Spenden an das Land seien steuerlich abzugsfähig, erklärte ein Sprecher, sofern sie „einem steuerbegünstigten Zweck“ dienten. In diesem Fall könnte die Aktion als Ortsverschönerung gelten. Aber die Umweltverwaltung bremste: Man müsse dankend ablehnen, sagte eine Sprecherin dem Checkpoint. Eine Teilfinanzierung durch Spenden sei generell nicht möglich. Bürger könnten etwa eine ganze Parkbank mitfinanzieren – aber eben nicht nur eine halbe. Hinzu kämen in diesem Fall laufende Kosten wie Strom und Wartung. Einen Versuch wars wert.