„Unsolidarisch, verletzend, ausgrenzend“: Führender Aktivist verlässt Enteignungsinitiative

Bei „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ knallt es in den eigenen Reihen. Aktivist Marcus Staiger schmeißt hin und macht interne Entwicklungen dafür verantwortlich. Von Lorenz Maroldt
 

„Unsolidarisch, verletzend, ausgrenzend“: Führender Aktivist verlässt Enteignungsinitiative
Unterstützer der Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ tanzen während der Wahlparty am Superwahlsonntag. Von Zerwürfnissen unter den Mitgliedern war bereits im vergangenen August die Rede. Foto: Monika Skolimowska/dpa

Pragmatiker der Linken gehen schon seit einiger Zeit wegen zunehmender Sektiererei vorsichtig, aber weitgehend unauffällig auf Distanz zur Kampagne „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ – die Urteile waren vernichtend, auch von führenden Mitgliedern der Partei, offen darüber sprechen aber wollten sie vor der Wahl nicht.

Doch jetzt verlässt einer der führenden Aktivisten die Initiative, und zwar mit einem großen Knall: Marcus Staiger, Kotti-Original, Rap-Label-Chef und Kampfsportler, schreibt in einem Facebook-Post, wie sich „DWE“ seiner Beobachtung nach entwickelt hat: „immer akademischer und dogmatischer“, „unsolidarisch, verletzend, ausgrenzend“, dominiert von „Moralaposteln und Rechthaber:innen“ mit „künstlicher Sprache“, denen es „ums Aburteilen und bestrafen“ derjenigen geht, die nicht in jedem Punkt linientreu sind.

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