Konflikt um Aldi in der Markthalle Neun geht weiter

Aldi oder nicht? Am Samstag beginnt das Dialogverfahren zur Zukunft der Kreuzberger Markthalle Neun, deren Betreiber sich im Kiez unbeliebt gemacht hatten, weil sie lieber teuren Bio-Käse verkaufen als Discounter-Ware. Die Kündigung der Aldi-Filiale wurde wegen massiver Proteste erstmal zurückgenommen, doch nun gibt es wieder Kritik. Die Bürgerbeteiligung sei eine „Farce“, schreibt die Initiative „Kiezmarkthalle“, die vom Starttermin des Verfahrens überrascht wurde. Entgegen der Ankündigungen habe es keine dreisprachigen Informations-Aushänge an den Haustüren im Kiez gegeben und auch die Bürgerbefragung an 36 zuvor nicht kommunizierten Orten finden die Aktivisten gar nicht witzig. Sie sagen: Ein solches Verfahren „kann und darf keine Legitimation haben“.

Vom Checkpoint mit den Vorwürfen konfrontiert, meldete sich Bürgermeisterin Monika Hermann („Aldi-Feindin“ (O-Ton der Aktivisten)) am Abend aus Kopenhagen und versichert: „Der Sinn des Dialogverfahrens ist nichts anderes als Bürgerbeteiligung.“ CP-Prognose: Das Marktgeschrei ist noch lange nicht verstummt.