Tegel bekommt eine Abschiedsparty

Im November soll der Abschied nach den Plänen der Flughafengesellschaft gefeiert werden. Doch wegen Corona könnte auch alles anders kommen. Aus dem Checkpoint. Von Ann-Kathrin Hipp

Tegel bekommt eine Abschiedsparty
Foto: Carsten Koall/dpa

Checkpoint-Kollege Felix Hackenbruch war am Donnerstag auf dem vorstillgelegten Flughafengelände unterwegs – und wenige Passagiere, aber viele Menschen mit Emotionen und Teleobjektiv im Gepäck waren es auch. Tegel ist für mich Heimat, sagte einer, der in Reinickendorf groß geworden ist. Als Kind hätten seine Großeltern vom Bau und der Luftbrücke erzählt. Die Faszination für Tegel als Ort der Freiheit in einer eingesperrten Stadt hat sich übertragen. Zwei Frauen haben rosa Nelken mitgebracht. „Die wollen wir zur Beerdigung niederlegen“, sagt eine. Schönefeld sei „schlimmer als jeder Dritte-Welt-Flughafen“. Tegel hätte man für Vielflieger wie sie offenhalten müssen – als Luxusterminal. Und was ist ihre Geschichte? Wir sammelnErinnerungen und Anekdoten zum Abschied (Strahlkraft und Schattenseiten) unter checkpoint.tagesspiegel.de.

Ganz klanglos verschwindet TXL aller Voraussicht nach übrigens nicht. Bei der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg heißt es auf Checkpoint-Nachfrage: „Wir werden uns angemessen von TXL verabschieden. Bislang ist das für den 8. November geplant… Bis dahin können in Tegel möglicherweise noch viele Flugzeuge starten und landen, niemand weiß ja bisher, wie sich der Flugverkehr in den nächsten Wochen entwickelt.“