Debatte zum Mietendeckel mit Sebastian Czaja

Es ging hart, aber zivilisiert zur Sache: Beim Lesergespräch war FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja um Forderungen zur Wohnungspolitik nicht verlegen.

Debatte zum Mietendeckel mit Sebastian Czaja
Foto: Doris Spiekermann-Klaas

14 BerlinerInnen und ein Kieler waren gestern Abend der CP-Einladung ins Tagesspiegel-Haus gefolgt, um mit FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja zu diskutieren. Es war der 2. Teil der Aktion „Raus aus dem Netz, rein in die Realität“ – und wieder ging es hart, aber zivilisiert zur Sache. Czaja hatte mit einem Tweet über die unterm Mietendeckel begrabene Altersvorsorge einer Eigentümerin von zehn Wohnungen („reich war sie nie“) den Anlass geliefert. Gestern resümierte er: „Ich würde den Wohnungsnotstand ausrufen statt den Klimanotstand“. Außerdem empfahl er Baulückenkataster, Neubauoffensive und einen Grundsteuerfreibetrag von 300.000 Euro für selbstgenutzte Immobilien. Zuvor ging es um den Busfahrer, der sich von seinem Gehalt keine Wohnung mehr leisten kann, um Vermietergerechtigkeit und um Brandenburg. Czaja würde dorthin nur ziehen, „wenn die Situation passt“ und unter dem Vorbehalt der Rückkehr. Ein Gast rief: „Wer von euch Eigentümern wird denn durch den Mietendeckel in den Ruin getrieben, wer?“ Danach war es kurz still.