Fast überall Ärger um neue Toilettenhäuschen

Wo in Berlin neue WCs installiert werden, gibt es Beschwerden. Die Pissoirs sind nicht blickdicht. Jetzt soll nachgerüstet werden. Von Anke Myrrhe

Fast überall Ärger um neue Toilettenhäuschen
Foto: Paul Zinken/dpa

Ziemlich, äh... beschissen läuft es offenbar mit dem neuen Berliner Toilettenkonzept. Sieben Millionen Euro gibt der Senat für neue öffentliche WCs aus, die man vor allem meinte zu brauchen, als es noch lief mit (und vor allem bei) den Touristen. Dass die Berliner Weltoffenheit nun ziemlich sichtbare Urinproben hinterlässt, verursacht nicht nur vor dem Weddinger Café Leo am Leopoldplatz Ärger (CP von gestern). Auch andernorts bestaunt man die neuen öffentlich-offenen Boxen eher irritiert: Am Metzer Platz in der Spandauer Wilhelmstadt ist die neue Toilette so ausgerichtet, dass Gäste und spielende Kinder ungehinderte Sicht in den Pissoir-Bereich haben. Hier soll nun eine Sichtblende installiert werden. CP-Leser berichten von weiteren Irritationen am Boddinplatz in Neukölln und an der Grenzallee / Ecke Sonnenallee.

Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) erklärte die Ausrichtung Richtung Leo in der Nacht noch einmal: „Mehrfach erklärt: Toilette ließ sich wegen Statik über dem U-Bahndeckel nicht anders anordnen, Alternative wäre bis zum nächsten Sommer ganz auf Toilette zu verzichten. Leichter ist, die Stühle des Cafés anders anzuordnen. Bei Neuvergabe des Cafés soll es eh neu angeordnet werden.“ Merke: Gegen den Wind pinkeln ist selten eine gute Idee.