Wappen-Wau-Wau

Auf unsere Umfrage, welcher Wappenhund der Wegner-CDU am besten stehen würde (CP von gestern), haben wir viele bissige Antworten erhalten. Michael Schmitz plädiert für einen kläffenden Dackel („Großes Maul und nix dahinter“), Marion Schamuthe würde einen Xoloitzcuintle bevorzugen („klein, bissig und haarlos“), Sigrid Engelbrecht findet den Zwergspitz (selbsterklärend) passender. Basset, Boxer, American Pitbull Terrier (wegen des Lamborghinis), Sauhund, Schweinehund... der konservativen Fantasie sind offenbar wenig Zwinger-Grenzen gesetzt. Robert Aenderl findet, „irgendein Schlappohr-Dackel oder Beagle mit treuem, verschlafenem Blick“ würde die Landespolitik insgesamt ganz gut repräsentieren. Peter Kammer erinnert daran, dass der Dackel schon immer der Hund der Berliner CDU war, „1986 trat ,Bastian‘ gemeinsam mit Eberhard Diepgen auf. Die CDU Reinickendorf hat Dackel und Katze auf einem Plakat vereinigt. Es wäre schon seltsam, wenn sich die Partei diesbezüglich verändern wollte.“

Die fundierteste Erläuterung aber schickte uns Rudolf Spieser, der sich „nach Jahrzehnten autodiktatorischer Hundeforschung“ in der Lage sieht „eine konstruktive Beurteilung über die Eigenschaften diverser Hunderassen abzugeben“. Na wauderbar, denn mal los: „Im konkreten Fall würde ich einen reinrassigen Wackel-Dackel empfehlen, wie sie bayrische Autofahrer mitführen. Diese (die Dackel) zeichnen sich durch hohe Anpassungsfähigkeit, sowie auffallend reduzierte Aggressivität und angepasstes Sozialverhalten aus. Auch ernährungstechnisch sind sie anspruchslos und fallen durch eine optimistische Lebenseinstellung auf, die sie auch gelegentlich kundtun. Auch das Wachstum ist überschaubar, so dass man sie praktisch überall einordnen kann. Ein ruhiges Plätzchen findet sich vielerorts, besonders an amtlichen Stellen.“

Mensch, einen solchen Dackel hatte ich einst Martin Schulz vorbeigebracht (Beweis), sie scheinen aber für Politiker jeder Couleur passend zu sein.

Beim Tagesspiegel sind Bürohunde übrigens seit einem durftigen Vorfall verpönt (nein, das ist nicht der Grund, warum wir seit fast einem Jahr im Homeoffice sind).