Immer wieder Wansner: Berliner CDU-Politiker entgleist erneut verbal
CDU-Fraktionsvorsitzender Stettner nahm den 76-jährigen Kurt Wansner zuletzt noch in Schutz. Nun irritiert der Vorsitzende des Ausschusses für Verfassungsschutz erneut mit rechtspopulistischen Aussagen. Von Christian Latz
Schon wieder tauchen Informationen auf, die vermuten lassen, Kurt Wansners (CDU) Weltbild sei schon länger aus den Fugen geraten. Gleich in mehreren Facebook-Posts unterstellte der Abgeordnete 2022 Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) „die besten und engsten Beziehungen“ zur Antifa, „Sympathie für die linken Schlägertruppen“ und grundsätzlich Besitzerin einer „linksradikalen Gesinnung“ zu sein. Belarus leite zudem seine „gewaltbereiten Flüchtlinge“ über die Ukraine nach Deutschland, genauso wie „Schlepperbanden der Grünen“ Menschen nach Deutschland einschleusten. Die Berliner SPD-Spitze wollte sich auf Checkpoint-Anfrage nicht zu den früheren Ausfällen gegen ihre Parteigenossin äußern. Und auch nicht, ob Wansner damit noch als Vorsitzender des Ausschusses für Verfassungsschutz tragbar ist. Dass CDU und SPD auch anders mit einer solchen Situation umgehen könnte, zeigt ein ähnlicher Fall aus Brandenburg. Dort ist der CDU-Abgeordnete Frank Bommert am Montag vom Vorsitz des Wirtschaftsausschusses zurückgetreten, nachdem er mehreren Grünen-Politikern indirekt den Tod gewünscht hatte.