Diensthund im Dienstzimmer: Berlin testet Hunde im Büro bislang nur in zwei Bezirken.
Nur unter vier Bedingungen dürfen Hunde im Büro liegen – Spandau und Marzahn machen’s möglich, andere Bezirke zögern noch. Von Mararethe Gallersdörfer und Sönke Matschurek.
Heute ist Welthundetag. Wie viele Bürohunde schwanzwedeln in Berlins Verwaltung denn seit der geglückten Bello-Muster-Dienstvereinbarung (Checkpoint vom 19. Juni)? „Die Zahl der Zulassungen liegt noch unter 20“, sagt Stadtrat Torsten Schatz (CDU) über das Bezirksamt Spandau. Hunde dürfen erst unterm Verwaltungsschreibtisch liegen, wenn (1) in einer anonymen Team-Abstimmung niemand widerspricht, (2) der Arbeitsbereich wenig Kundenkontakt hat, (3) ein Türschild aufgehängt und (4) der Hund im digitalen Leitsystem vermerkt wird.
Klingt technokratisch. Und ist bislang nur in Spandau und Marzahn-Hellersdorf möglich. Das Wie & Wau interessiert Schatz zufolge aber Verwaltungen aus ganz Deutschland: „Das ist echt ein Stimmungsaufheller, wenn man kurz einen Hund streicheln kann.“
Husky Nanuk aus dem Grünflächenamt etwa habe Herzen erobert. Seinen eigenen Labrador Orko lässt Schatz aber zuhause. „Das ist ein alter Herr, der jeden begrüßen möchte, und mein Büro ist ein Durchgangsbüro. Da käme Orko nicht zur Ruhe.“