Erst Wegner, dann Spranger: Wie Berlin in Mailand für Olympia wirbt – und mit wem

Die sportlichen Ambitionen des Senats kennen noch immer keine Grenzen. Während viele Berlinerinnen und Berliner noch von der Olympia-Bewerbung überzeugt werden müssen, schaut sich die Berliner Regierung in Italien um. Von Christoph Papenhausen und Valentin Petri.

Erst Wegner, dann Spranger: Wie Berlin in Mailand für Olympia wirbt – und mit wem
Foto: dpa / Michael Kappeler

Sportlich sind die Ambitionen im Senat bekanntlich grenzenlos. Heute startet eine Kieztour, um auch den Rest der Berliner für die
Olympiabewerbung zu begeistern. Ideen und Erwartungen kann man auch online einbringen. Am Ende soll eine „Bürgercharta“ rauskommen.

Der Senat holt sich die Tipps lieber direkt aus Mailand. Gerade mit dem Regierenden zurückgekehrt ist Olympia-Koordinator Kaweh Niroomand, im Gepäck die Erkenntnis: Seien die Spiele erstmal gestartet, könne das einen „kompletten Stimmungswechsel in der Stadt erzeugen“, lässt er auf Checkpoint-Anfrage wissen. Für die Bewerbung nimmt er von den Winterspielen mit, was Berlin aus seiner Sicht schon berücksichtigt: „Alle gesellschaftlichen Gruppen müssen miteingebunden werden.“

Zur Sicherheit reist auch Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) nächste Woche nach Mailand, ihrer Verwaltung zufolge mit kleiner dreiköpfiger Delegation. Wie schon 2024 in Paris werden die Olympia-Chancen dann beim Berliner Abend schöngetrunken. Zur Gesprächsrunde mit italienischem Buffet sind laut Sportverwaltung Berliner Athleten, der DOSB sowie Vertreter aus Sport, Politik und Wirtschaft eingeladen. Ob Landesbranddirektor Carsten Homrighausen wieder mitspielen darf (Checkpoint vom 24.8.24), will die Feuerwehr nicht verraten: „Zu Personaleinzelmaßnahmen geben wir grundsätzlich keine Auskunft.“ Schade, hätte uns brennend interessiert.