Gründe für Rauswurf von Stadtrat Hönicke weiter unklar

Die richtige Haltung sucht weiterhin der Bezirk Lichtenberg in der selbst geschaffenen Causa des überraschend aus dem Rathaus geworfenen Bau-Stadtrats Kevin Hönicke (SPD). Am Dienstag bestätigte das Bezirksamt den Tagesspiegel-Bericht, dass Hönicke „vorübergehend freigestellt“ worden sei, nannte aber weiterhin keine Gründe dafür. Hönicke, der sein Büro nicht betreten darf, sein Diensthandy abgeben musste und dessen Mailkonto gesperrt wurde, sprach von „völliger Willkür“. Die Staatsanwaltschaft gab an, bisher kein offenes Ermittlungsverfahren gegen ihn zu führen.

Die in Jahrzehnten Berliner Politik beispiellose Aktion begründete Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) auf Nachfrage lediglich so: „UmSchaden vom Bezirk abzuwenden, musste ich so handeln.“ Weitere Informationen wolle er nicht preisgeben, um Persönlichkeitsrechte von Hönicke zu wahren. Diese sind allerdings auch beeinträchtigt, solange öffentlich nicht klar wird, worum es genau geht.