Testbetrieb nicht möglich: Berlin hat zum Warntag erst 110 Sirenen – Hunderte fehlen noch

Eigentlich wollte Berlin bereits zum Jahresanfang knapp 400 Sirenen aufgebaut haben. Aber nur 110 sind es bisher geworden. Und diese können immer noch nicht genutzt werden. Von Robert Ide.

Testbetrieb nicht möglich: Berlin hat zum Warntag erst 110 Sirenen – Hunderte fehlen noch
In Berlin äußerst selten, auf dem Land gibt es dagegen viele Warnsirenen. / Foto: dpa / Patrick Pleul

Zum Start gleich mal eine Warnung. Nicht wegen des heutigen Vormittags im Regen, der für die spätsommerlich aufgeheizte Stadt mal wieder zum Segen wird. Sondern wegen des morgigen Vormittags. Da wird‘s laut – aber bitte nicht aufregen! Beim bundesweiten Warntag schrillen am Donnerstag ab 11 Uhr alle Alarmglocken auf den Handys und Sirenen auf den Häusern, sofern es sie für den Katastrophenfall noch gibt. Wie viele Warnsignale in Deutschland noch aus Kalte-Kriegs-Zeiten übrig sind, weiß nicht einmal das Bundesamt für Bevölkerungsschutz.

In Berlin sollten eigentlich bis Jahresanfang mehr als 400 neue Sirenen installiert werden, etwa auf Feuerwachen und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Bisher sind von den 411 Sirenen nur etwa 110 aufgebaut worden, teilt die Innenverwaltung auf Checkpoint-Anfrage mit. Als Gründe werden „Lieferengpässe und statische Probleme bei der Montage“ genannt. Und: „In Berlin werden am Warntag die Sirenen nicht ausgelöst, da es noch keine Möglichkeit gibt, die Sirenen über das Modulare Warnsystem auszulösen.“ Erst zum nächsten Jahresanfang soll hier vollständig Alarm gemacht werden können. Bis dahin gilt hoffentlich wie auch morgen Mittag: Entwarnung!