Kaputte Corona-Tests an Berliner Schulen im Umlauf

In einer Südberliner Oberschule spuckten die Coronatests ständig ein fehlerhaftes Ergebnis aus – sie waren „falsch positiv“. Schuld sein soll eine bestimme Firma. Von Ann-Kathrin Hipp

Kaputte Corona-Tests an Berliner Schulen im Umlauf
Testen ist gut, aber nicht so lange testen, bis das erwünschte Ergebnis erscheint, ist besser. Foto: Laci Perenyi/Imago

Apropos Schule: Checkpoint-Informationen zufolge sollen Schnelltests an der Gustav-Heinemann-Oberschule in Marienfelde bei einem positiven Ergebnis mehrfach wiederholt worden sein (bis zu einem negativen Befund, sodass der Unterricht normal fortgesetzt werden konnte). Schulleiter Carsten Hintze erklärt dazu auf Anfrage: Man habe „bei Tests einer speziellen Firma“ die Erfahrung gemacht, dass viele Kinder „scheinbar positive Schnelltestergebnisse“ hatten, von denen sich keiner durch einen PCR-Test bestätigte. Deshalb habe man „bei weiteren positiven Ergebnissen von Schnelltests dieser Firma, wenn zahlreiche Fälle in einer Klasse vorkamen“ zum Teil Tests einer anderen Firma als Kontrolle verwendet, die sich in der Vergangenheit sehr bewährt hätten.

Die Bildungsverwaltung soll Hintze zufolge über die Problematik informiert worden sein. Pressesprecher Martin Klesmann kommentiert: „Die Senatsverwaltung hat den Schulen bereits vor längerer Zeit über und nach Kontakt mit einem Anbieter die Möglichkeit eingeräumt, neue Tests zu erhalten und anzubieten. Dies ist auch an mehreren Schulen bereits erfolgt. Auch an dieser Schule besteht dazu weiter die Möglichkeit“; die Zusammenarbeit mit einem Anbieter sei bereits vor geraumer Zeit von Berliner Seite beendet worden. Und zur Frage, ob das Vorgehen der Oberschule im Sinne der Senatsverwaltung war: „Selbstverständlich nicht. Jeder positive Schnelltest muss durch einen PCR-Test nachgetestet werden.“